Was kostet es, AGB erstellen zu lassen?
Viele Unternehmen möchten AGB «schnell erledigen». Das Problem: Der Preis ist selten das Risiko – das Risiko ist der Streitfall. Wir arbeiten transparent: Umfang, Module und Kosten werden vorab festgelegt.
- Basis-AGB (KMU/Dienstleister): Klarer Leistungsumfang, Zahlung, Verzug, Haftung, Gewährleistung, Gerichtsstand.
- E-Commerce/Online-Shop: Zusätzlich Checkout-Logik, Lieferfristen, Retouren, Mängelabwicklung, digitale Inhalte, Abos/Kündigung.
- Individuelle Module: Abonnemente, Nutzungsrechte, SLA/Support, Third-Party-Tools, Plattformregeln, internationale Kunden.
Was bedeutet es für ein Unternehmen, wenn es keine AGB hat?
Ohne AGB fehlt Ihnen ein einheitlicher Rahmen. Dann gilt vor allem das dispositive Gesetzesrecht – und das ist selten auf Ihr Geschäftsmodell zugeschnitten. Das führt zu drei typischen Problemen:
- Unklare Erwartungen: Kunden und Unternehmen «meinen» oft Unterschiedliches zu Fristen, Umfang, Rücktritt, Storno oder Mängeln.
- Beweisprobleme: Was wurde genau vereinbart? Wer trägt welches Risiko? Ohne schriftliche Regeln wird es schnell teuer.
- Schlechte Verhandlungsposition: Im Streitfall verhandeln Sie unter Druck, oft mit Rückforderung/Zurückbehalt von Zahlungen im Nacken.
Realität im Streitfall
Ohne AGB entscheiden Gerichte häufig nach Gesetz und Auslegung – nicht nach Ihrem internen Prozess. Das kann bedeuten: längere Gewährleistungsdiskussionen, ungewollte Rückabwicklungen, fehlende Kostendeckung für Support/Spesen oder unnötige Haftungsrisiken.
Kurz: Keine AGB heisst nicht «kein Risiko» – es heisst unkontrollierbares Risiko. Sie ersetzen klare Regeln durch Ad-hoc-Verhandlungen, Kulanzdruck und Unsicherheit.
AGB kopieren: Was passieren kann – mit allen Konsequenzen
«Wir nehmen schnell AGB vom Mitbewerber und passen sie minimal an» klingt pragmatisch – ist aber oft der teuerste Weg. Beim Kopieren lauern zwei Risikoklassen: rechtliche und praktische.
1) Rechtliche Risiken
- Urheberrecht / Schutz am Text: Umfangreiche AGB-Texte können geschützt sein. Wer kopiert, riskiert Unterlassungs- und Kostenfolgen sowie ggf. Schadenersatz.
- Wettbewerbsrecht (UWG): Unlauterkeit kann im Raum stehen, wenn bewusst fremde Inhalte übernommen werden oder Kunden irregeführt werden.
- Abmahn-/Unterlassungsdruck: Oft kommt zuerst ein Anwaltsschreiben: Unterlassung, Auskunft, Kostennote – und plötzlich ist «gratis» sehr teuer.
- Reputationsschaden: Gerade in Nischenmärkten spricht sich Copy-Paste schnell herum (Vertrauensverlust bei Kunden/Partnern).
2) Praktische Risiken (die im Ernstfall richtig wehtun)
- Falsches Recht / falscher Gerichtsstand: Kopierte AGB enthalten oft ein anderes Land/Recht, falsche Fristen oder Prozesslogik.
- Unpassende Klauseln: Haftungsbegrenzungen, Mängelregeln, Abo-Kündigungen – wenn es nicht zu Ihrem Ablauf passt, ist es wirkungslos oder angreifbar.
- Widerspruch zu Website/Checkout: AGB müssen zu Ihrem Bestellprozess passen (Einbezug, Checkbox, Link, Speichern/Download, Sprache).
- Unwirksame oder überraschende Bestimmungen: Im Streitfall bleibt die Klausel «liegen» – und Sie stehen ohne Schutz da.
Was in solide AGB gehört (und was Unternehmen oft vergessen)
Gute AGB sind modular: Sie bilden Ihr Business ab. Typische Bausteine sind:
- Geltungsbereich: B2B/B2C, Online/Offline, Sprache, Rangfolge zu Offerten/Verträgen.
- Leistung & Mitwirkung: Was genau liefern Sie – und was muss der Kunde liefern (Daten, Zugänge, Termine)?
- Preise, Spesen, Zahlung, Verzug: Fälligkeit, Mahnkosten, Verzugszins, Vorauszahlung, Teilzahlungen.
- Lieferung/Abnahme: Fristen, Teillieferungen, Abnahmefiktion, Prüfpflichten.
- Mängel/Gewährleistung: Rügefristen, Nachbesserung, Ersatzlieferung, Minderung, Rücktritt – je nach Modell.
- Haftung: Begrenzungen, Ausschlüsse, indirekte Schäden, Datenverlust, Drittanbieter, Force Majeure.
- Kündigung & Laufzeit: Abos, automatische Verlängerung, Kündigungsfristen, Sperrung bei Zahlungsverzug.
- IP/Nutzungsrechte: Software, Inhalte, Designs, Lizenzen, Referenznennung.
- Gerichtsstand & Recht: Klar, korrekt, passend (auch für internationale Kunden).
So erstellen wir Ihre AGB – schnell, sauber, passend
Wir arbeiten nicht mit «One-size-fits-all». Stattdessen klären wir zuerst Ihr Modell und bauen daraus AGB, die im Streitfall tragen.
- Kickoff (30–60 Min): Angebot, Prozess, Risiken, B2B/B2C, Zahlungsfluss, Reklamationen, Abo/Kündigung.
- Entwurf (modular): Passende Klauseln + klare Sprache, damit Sie intern damit arbeiten können.
- Einbezug prüfen: Website/Checkout/Offerte – wie werden AGB wirksam vereinbart?
- Finalisierung: Schlussversion + kurze Anleitung zur Implementierung (Web/Offerte/Rechnung).
Go-Live in den nächsten Tagen?
Wenn Ihr Shop oder Abo-Modell live geht, ist Timing entscheidend: AGB müssen vor Vertragsabschluss einbezogen werden – nachträgliches «Nachschieben» bringt wenig.
AGB aktiv erstellen – starten Sie jetzt
Wenn Sie möchten, erstellen wir Ihre AGB in einem klaren Ablauf: Analyse → Entwurf → Einbezug → Final. Sie erhalten Dokumente, die Ihr Geschäft schützen – und nicht nur «irgendwie» gut klingen.
Schnellstart (ideal für Offerte/Shop)
- Branche & Geschäftsmodell (kurz)
- Vertrieb: Online/Offline, B2B/B2C
- Zahlung/Leistung/Lieferung
- Risiko: Haftung, Mängel, Abo
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Senden Sie uns kurz Ihr Modell – wir sagen Ihnen sofort, welcher Umfang sinnvoll ist.